Bier brauen

Bier brauen mit der Bierbrauanlage von KLARSTEIN

Bier brauen mit der Bierbrauanlage von KLARSTEIN

[Dieser Beitrag enthält Werbung. // Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Klarstein entstanden.]

Wir haben es getan und wir sind mächtig stolz auf unser Ergebnis! 35 Liter IPA Jungbier sind in Flaschen abgefüllt. Der Klarstein Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage) macht es möglich. Die Brauanlage ist ein Allrounder in Sachen Bierbrauanlage. Ob Maischen, Läutern, Hopfen kochen oder das Kühlen der Würze – alles kein Problem. In diesem Artikel möchte ich euch genau erklären wie und was man genau machen muss um ein für uns gutes Bier zu brauen.

Ich möchte kurz erwähnen, das wir keine Bierbrauer sind. Wir machen das weil wir Spaß daran haben unser eigenes Bier zu brauen und auch zu trinken. Ob alle Schritte fachlich richtig sind, wissen wir nicht. Uns ist nur eines wichtig: Das Bier muss am Ende schmecken.

Benötigte Ausrüstung

Vorbereitung

Bevor wir mit dem Maischen anfangen, sollte man den Maischekessel gründlich mit Wasser ausspülen.

Maischen

Was versteht man unter Maischen?

Quelle: Wikipedia

Maischen ist das Lösen von Malzinhaltsstoffen in Wasser durch enzymatische, physikalische und chemische Vorgänge. Die dabei relevanten Malzinhaltsstoffe sind StärkeEiweiße und Zellwandsubstanzen. Das geschrotete Malz wird nach dem Vormaischen in einem Maischbottich mit heißem Wasser vermischt – das Einmaischen. Zumeist wird bei ca. 30 °C eingemaischt. Die so entstandene Maische wird unter stetigem Umrühren auf Temperaturen um 45 °C gebracht und zunächst gehalten; zum Umrühren wurde früher die Maischkrücke verwendet. Bei dieser sogenannten Eiweißrast wird Eiweiß in Aminosäuren zerlegt. Anschließend wird die Temperatur im Maischbottich schrittweise auf knapp über 70 °C erhöht. Währenddessen sorgt das im Malz enthaltene EnzymAmylase dafür, dass aus der Getreidestärke vergärbarer Malzzucker (Maltose) und nicht vergärbare Dextrine entstehen (Amylaserast). Über 78 °C darf nicht erhitzt werden, weil dabei die wertvollen Enzyme denaturiert würden.

Das Maischen mit dem Klarstein Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage)

Nach dem Reinigen wird der Kessel für den Hauptguss mit 35 Liter Wasser gefüllt und dieses auf 70°C erhitzt. Über das Touchbedienfeld kann die gewünschte Temperatur eingegeben werden. Am Display wird die aktuelle Temperatur angezeigt. Der Vorgang bis zur gewünschten Temperatur von 70° dauerte 40 Minuten.

Anschließend wird der Getreidebehälter / Läutereinsatz und das untere Sieb mit dem Verbindungsrohr in den Kessel eingesetzt.

Mit der weißen Kappe wird die obere Öffnung verschlossen. Somit gelangt kein Malz in die Pumpe.

Nun wird das Malz in das Wasser geschüttet und eingerührt.

Malzmischung
Einmaischen
Mit dem Maischepaddel wird gerührt, die Malzmischung darf nicht verklumpen.

Das zweite Sieb wird jetzt oben aufgesetzt und befestigt. Das Malz befindet sich zwischen den beiden Sieben. Der Pumpvorgang wird gestartet.

Oberes Sieb
Die Pumpe arbeitet

Der Maischvorgang lief wie folgt ab:

  1. Einmaischen bei 70°
  2. 60 Minuten bei 67°
  3. Abmaischen bei 78°C ca. 6 Minuten

Diesen Maischevorgang hat die Brauanlage völlig selbständig erledigt. Wir haben am Anfang die Parameter festgelegt und eingespeichert. Die Temperaturen haben wir paralell kontroliert. Bis auf +-2°C stimmten sie immer.

Stammwürze bestimmen

Nach dem Abmaischen ist es wichtig die Stammwürze im Sud zu bestimmen, um unser späteres IPA mittels Nachguss auf 15° Brix (=14,6° Plato) zu verdünnen und zeitgleich den restlichen Zucker aus dem Treber zu spülen. Das war nach 10 Litern der Fall. Die Stammwürze beschreibt die Menge an gelösten Stoffen im Sud, also neben Aminosäuren, Enzymen und Spurenelementen vor allem Malzzucker. Durch die Bestimmung mittels Refraktometer lässt sich der Alkoholgehalt nach der Gärung im späteren Bier errechnen. In unserem Jungbier ließen sich 8° Brix messen und damit ergibt sich ein Alkoholgehalt von 5,9 Vol.%.

Refraktometer
Die Skala zeigt 8° Brix an

Jodprobe

Mit der Jodprobe kann man schnell und unkompliziert die vollständige Verzuckerung der Maische überprüfen. Hierzu nimmt man 2 EL Bierwürze und vermischt diese mit 1-2 Tropfen Jodlösung. Verfärbt sich die Bierwürze nun bläulich bis schwarz ist die Jodprobe positiv, das heißt die Stärke ist noch nicht vollständig in löslichen Zucker umgewandelt. In unserem Fall war die Jodprobe negativ. Die Jodprobe behielt ihre Farbe. Die Verzuckerung hat vollständig stattgefunden. Es kann also weitergehen.

Jodprobe

Läutern

Was versteht man unter Läutern?

Quelle: Wikipedia

Das Malz kann von der Bierwürze, also der Flüssigkeit, die während des Maischvorgangs entsteht, getrennt werden. Der heiße Sud wird in einen Läuterbottich umgefüllt. Die „selbstfiltrierende“ Eigenschaft der Maische besteht darin, dass durch nach unten sinkende Malzreste (in erster Linie die Spelzen der Getreidekörner) eine Art Malzkuchen am Boden des Läuterbottichs entsteht, welcher als Filterschicht dient. Manche Getreidesorten, die zum Brauen verwendet werden (beispielsweise Weizen) haben keine Spelzen. Daher kann zur Unterstützung des Läuterprozesses Gerste beigemischt werden. Die Flüssigkeit wird langsam aus dem Läuterbottich in einen geeigneten Behälter abgelassen, daraus soll im Weiteren das Bier entstehen. Der Sud fließt durch den Malzkuchen (Treberkuchen) am Boden des Läuterbottichs, der wie ein Filter wirkt und die Schwebstoffe aus dem Sud zurückhält. Alle Feststoffe aus der Maische scheiden sich als Treber ab, die meist als Viehfutter verwendet wird. Die gewonnene, klare Flüssigkeit ist die Würze. Während des Läuterns versiegt immer wieder der Würzestrom und muss durch Verwendung des Hackwerks des Läuterbottichs wiederhergestellt werden. Ursache dafür ist, dass die ablaufende Würze die Treber auf die Durchlassschlitze des Senkbodens saugt und der Flüssigkeitsdruck über dem Treberkuchen für eine kompaktere Sedimentation sorgt. Durch das Aufhacken wird die Durchlässigkeit des Treberkuchens wiederhergestellt.

Läutern mit Klarstein dem Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage)

Bevor wir anfangen, solltet Ihr in einem seperaten Kochtopf 10 Liter auf 70°C erhitzen. Das kann parallel zum Läutern geschehen. Das Läutern ist, genau wie das Maischen, sehr einfach und gut durchdacht. Im Lieferumfang ist ein Griff enthalten, den man einfach am Getreidebehälter / Läutereinsatz einsetzt.

Der Behälter wird langsam hochgezogen und auf den Laschen, die sich am Kesselinneren befinden, abgesetzt. Jetzt läuft der Sud langsam aus dem Malz.

Jetzt folgt der Nachguss. In kleinen Einheiten, ca. 1 Liter, kippt ihr langsam das bereits erwärmte Wasser über die Maische. Mit diesem Vorgang löst ihr den Restzucker aus dem Malz. Die Flüssigkeit, die jetzt zurückbleibt, nennt man Würze.

Würzekochen

Quelle: Wikipedia

In der Würzepfanne oder „Sudpfanne“ wird die Würze (bis zum Sieden) gekocht. Dabei wird Hopfen (ursprünglich in Form von Hopfendolden, mit zunehmender Industrialisierung des Bierbrauens jedoch immer öfter in Form von Hopfenpellets oder Extrakt) zugegeben und mitgekocht. Beim Kochen entstehen Temperaturen von über 80 °C, wodurch die ursprünglich im Sud enthaltenen Malzenzyme (Amylasedenaturiert werden und sich zusammen mit anderen denaturierten Eiweißen als Heißtrub an der Oberfläche der kochenden Würze absetzen.

Würzekochen mit Klarstein dem Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage)

Jetzt kochen wir die Würze bei einer Temperatur von 90°C. Die Gesamtkochzeit beträgt 60 Minuten. Alle Parameter werden über das Touchbedienfeld eingegeben.

Den Hopfen haben wir in 5 gleiche Teile aufgeteilt und in folgenden Zeitabständen in die Bierwürze gegeben:

  1. 10 Minuten nach Kochbeginn 24g
  2. 30 Minuten nach Kochbeginn 24g
  3. 50 Minuten nach Kochbeginn 24g

Anschließend wurde die Bierwürze auf 84° C runtergekühlt und die restlichen 48g Hopfen dazu gegeben.

Kühlen der Bierwürze

Für diesen Schritt benötigen wir den Eintauchkühler an dem ein Wasserschlauch befestigt wird und dieser dann an den Wasserhahn angeschlossen werden muss. Wir haben das ganze System etwas erweitert und Leitungswasser vorher in einem 30 Liter Eimer laufen lassen und dieses dann mit Kühlpacks runtergekühlt. Zieltemperatur der Bierwürze beträgt 25°C. Der komplette Kühlvorgang hat ca. 45 Minuten gedauert.

Abfüllen in den Gärbehälter

Nach Erreichen der gewünschten Temperatur wird die Bierwürze in den Gärbehälter abgefüllt. Das funktioniert relativ einfach über den Ablasshahn. Hier ist darauf zu achten, dass das feinmaschige Sieb ganz am Anfang von innen montiert ist. Diesen Schritt haben wir leider beim ersten Mal vergessen. Ist die Bierwürze abgefüllt, darf jetzt die Hefe arbeiten. Wir haben auf 35 Liter 18g Hefe dazu gegeben.

Gut verschlossen und mit dem Gärspund versehen, stand der Gärbehälter 7 Tage bei einer Raumtemperatur von 17°C.

Abfüllen in Flaschen

Vor dem Abfüllen musste wir natürlich das Jungbier testen. Und ich kann sagen wir waren alle 3 begeistert. Wir freuen uns riesig auf das fertige Bier.

Jungbier
Blick in den Gärbehälter, 35 Liter Jungbier

Vor jedem Abfüllen heißt es aber reinigen mit Qxi. Zum Trocknen eignet sich hervorragend das Abtropfsystem.

Wir haben jetzt insgesamt 35 Liter abgegefüllt. 10 Stück à 1 Liter Flaschen und 75 Stück à 0,33 Flaschen.

Vor dem Verkorken haben wir dem Jungbier noch Zucker zugegeben. Nun heißt es wieder warten. 2-4 Wochen lang wird es jetzt dunkel bei einer Temperatur von 18-20°C gelagert.

Im nächsten Beitrag stelle ich euch das Rezept vor und berichte über das fertige Bier.

Fazit: Ich bin postiv überrascht mit welch einer Leichtigkeit wir das Bier gebraut haben. Der Klarstein Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage) ist sehr gut durchdacht und für jeden Hobbybrauer zu empfehlen. Es funktioniert alles tadellos. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber: die Gebrauchsanweisung könnte in Bezug auf den Zusammenbau etwas detailierter sein. Ansonsten bin ich jetzt auf das fertige Bier gespannt. Ich werde berichten…

Den Klarstein Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage) mit Eintauchkühler bekommt ihr für 567,99€ hier bei Klarstein.

In eigener Sache

Dieser Beitrag enthält Werbung!

Der Klarstein Mundschenk Maischekessel (Bierbrauanlage) wurde mir unentgeltlich von der Firma Klarstein für meinen Blog www.bbqrules.de zur Verfügung gestellt.

Die unentgeltliche Bereitstellung hat in keinster Weise meine Meinung beeinflusst. Ich habe hier meine ehrliche und objektive Meinung wiedergegeben!

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